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Säure-Basen Gleichgewicht

Unsere Gesundheit ist mit dem Balanceakt eines Seiltänzers zu vergleichen, der unaufhaltsam bestrebt sein muss, das Gleichgewicht zu halten. Das Gleichgewicht strebt man aber auch auf anderen Ebenen an: die Harmonie zwischen Aktivität und Ruhe, zwischen den Bedürfnissen des Körpers und der tatsächlich eingenommenen Nahrung, zwischen der Produktion und der Ausscheidung von Giftstoffen und nicht zuletzt als subtiles Gleichgewicht zwischen den Basen und Säuren unseres Körpers.

Jede Verschiebung dieses Gleichgewichts, ob nun zugunsten eines Säure- oder eines Basenüberschusses, ist ein Angriff auf unsere Gesundheit und erhöht das Risiko organischer Störungen.

Moderne Ernährungsgewohnheiten und die heutige Lebensweise zerstören das Säure-Basen­ Gleichgewicht und bewirken immer häufiger eine Übersäuerung unseres Organismus.

Nun gibt es Menschen, die mit der Belastung, die der Verzehr von sauren Stoffen mit sich bringt, problemlos fertig werden. Doch die meisten von uns bekunden mit der Neutralisierung und Aus­scheidung dieser Substanzen mehr oder weniger mühe.

Dass bei manchen Menschen der Kohlehydratstoffwechsel schlecht funktioniert und sie deshalb an Diabetes oder Fettleibigkeit leiden, ist allgemein bekannt. Andere bauen Salz schlecht ab, so dass der Körper Wasser zurückzuhalten beginnt, oder sie zeigen Schwierigkeiten im Umsetzen von Eiweiss und werden anfällig für rheumatische Beschwerden und Nierenleiden. Andere wiederum bekunden Mühe mit dem Abbau von Säuren, die sie mit der Nahrung zu sich nehmen oder die der Körper produziert.

Solche Stoffwechselschwächen kommen beson­ders häufig vor, und dennoch weis man über die Zusammenhänge sehr wenig. Sie bewirken eine Übersäuerung des Milieus, die eine ganze Reihe von gesundheitlichen Störungen nach sich ziehen kann. Zahlreiche Menschen sind davon betroffen, ohne je Linderung zu finden; denn solange sie die tatsächliche Ursache ihrer Probleme nicht kennen, bleibt eine sinnvolle Behandlung Utopie.

Die Übersäuerung des Milieus kann die verschiedensten Beschwerden hervorrufen, die einzeln oder gleichzeitig auftreten und den Kranken in einer mühseligen Odyssee von einem Spezialisten zum andern treiben. So unterzieht sich der Patient einer ganzen Reihe von Behandlungen, während nur eine einzige grundlegende Massnahme die Gesundung herbeiführen könnte: die Entsäuerung des Milieus.

Doch wer vermutet schon einen Zusammen­hang zwischen so unterschiedlichen Beschwerden wie Rheuma, chronischer Erkältung, depressiven Verstimmungen und Zahnkaries? Oder zwischen hartnäckigem Ekzem, Haarausfall, Neuralgien und verminderter Leistungsfähigkeit?

Die wenigsten Leute führen diese Krankheiten auf eine gemeinsame Ursache zurück. Und noch viel weniger auf eine Störung des Säure-Basen­ Gleichgewichts.

Der Begriff «Übersäuerung» ist nicht etwa ein modernes Schlagwort oder gar der neuste Sündenbock, der für all unsere Übel verantwortlich gemacht werden kann. Die säurebedingten Beschwerden, so unterschiedlich sie auch sein mögen, sind die logische Folge eines bestimmten Mangels: sie werden ausgelöst durch den Verlust an Mineralstoffen im Gewebe, der entsteht, wenn der Körper gegen die Säure ankämpft.

Die heutige Lebensweise und die moderne Ernährungsform führen zu einer Übersäuerung des Organismus und damit zu einer ganzen Reihe von Beschwerden.