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Iridologie - Irisdiagnostik
Iridologie (Irisdiagnostik)
Der Begriff Iridologie kann mit »Lehre der lris« übersetzt werden. Da aus den Augen keine Diagnose gestellt werden kann, ausser im augenmedizinischen Sinne, wurde schon in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts in Fachkreisen nicht mehr von „Augen- oder lrisdiagnose“ gesprochen, sondern der Begriff Iridologie eingeführt.
Die Iridologie befasst sich mit der Interpretation von bestimmten Strukturen, Farben und anderen Phänomenen der Regenbogenhaut. Damit ermöglicht sie einen einzigartigen Einblick in die Konstitution, Disposition und Diathese des Menschen. Der geübte Iridologe erkennt daraus vererbte Anlagen , die sich belastend auf Organe oder auf den Stoffwechsel auswirken können.

Die Iridologie stellt eine Möglichkeit dar, Hinweise über ererbte Krankheitsanlagen und die individuelle Stoffwechsellage eines Menschen zu erfassen. Damit ist es ihm möglich, ein Behandlungskonzept zu entwickeln, das sich an der Basis des Krankheitsgeschehen orientiert und sich nicht vordergründig auf Symptomen stützt.
Die Iridologie bietet vor allem einen Einblick in das lebende Bindegewebe. Aus diesen Hinweisen können weiterführende diagnostische Schritte oder therapeutische Möglichkeiten abgeleitet werden. Die Iridologie stellt nur einen Baustein innerhalb der Diagnosefindung dar. Sie gliedert sich in das Patientengespräch und weiteren klinischen Untersuchungen ein.
Vor allem die Analyse zur Prävention steht bei der Iridologie im Vordergrund.
Josef Deck nannte die Iridologie ein „anatomisch-histologisches Orientierungssystem“. Er wollte damit ausdrücken, dass es durch die Interpretation der anatomischen Gegebenheiten des Bindegewebes und der Zellstrukturen der Iris möglich ist, Hinweise von allen Organen des Organismus zu erhalten.
Die Betrachtung des Auges lässt direkte und indirekte Rückschlüsse auf folgende Systeme des Menschen zu:
Ø Konstitution, Bindegewebe, Nervensystem, Funktionsweise verschiedener Organe, Stoffwechselsituation, Regulationsmechanismen des Körpers, Immunsystem, Durchblutung, Mineralhaushalt, Reizsituationen
Die Konstitution stellt die Grundlage von Gesundheit und Krankheit des Organismus dar. Iridologisch wird der allgemeine Begriff „Konstitution“ noch weitergehend genauer unterteilt in die Grundkonstitutionen, die Dispositionen und die Diathesen. Nur so kann eine individuelle Konstitution und damit eine individuelle Therapie ermittelt werden.
Die Disposition beschreibt eine Veranlagung zur Krankheitsbereitschaft als Voraussetzung zur Wirkung schädigender Einflüsse. Diese Veranlagung ist auf die Struktur des Organs oder Organsystems bezogen und kann hervortreten, also aktiv werden, oder latent und unbemerkt bleiben. Auf der anderen Seite gibt es Diathesen. Diese sind durch die Funktionalität der Systeme gekennzeichnet.
Eine Diathese ist eine Veranlagung zur Erkrankungsbereitschaft und die Voraussetzung, damit schädigende Einflusse (von aussen oder aus dem Organismus herauskommend) sich negativ auf die geschwächten Organe auswirken können. Diathesen sind meist ebenfalls genetisch angelegt, sie können jedoch auch im Laufe des Lebens erworben werden. Ebenso wie die Dispositionen müssen die Diathesen nicht unbedingt in Erscheinung treten. Sie können latent vor sich hin schlummern, bis ein entsprechend starker, schädigender Reiz aktivierend auftritt. Anhand dieser drei Bausteine ist es leicht möglich die Individualkonstitution eines Menschen zu ermitteln.
Grund-Konstitutionstypen
Ø Lymphatische Konstitution
Ø Hämatogene Konstitution
Ø Mischkonstitution
Dispositionen
Ø Neurogener Typ
Ø Mesenchymal (Bindegewebe) schwacher Typ
Ø Vegetativspastischer Typ
Ø Glandulär (Drüsen) schwacher Typ
Ø Tuberkuliner Typ
Diathesen
Ø Exsudative (Ausscheidung) Diathese
Ø Ubersäuerungsdiathese
Ø Dyskratische (Blutzusammensetzung) Diathese
Ø Lipämische (Fettstoffwechsel) Diathese
Ø Allergische Diathese
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